Als Neuling berichtet heute Stine einmal, wie Freiheitsdressur auf sie wirkt.

Viel Spaß beim Lesen!

Neulich haben wir durch Zufall eine Freiheitsdressur gesehen. Meine Töchter waren schweeeeeer begeistert: Eine Prinzessin, die auf einem weißen Ross im glitzernden Kleid zu dramatischer Musik über die Wiese galoppierte. Die seit einer Augenentzündung blinde Stute namens Troja konnte noch allerhand Tricks, verneigte sich vor den Zuschauern, legte sich hin oder stakste wie ein Storch durchs Gras.

Ehrlicherweise fand ich, dass die beiden Begriffe „Freiheit“ und „Dressur“ nicht so richtig zusammenpassen – ist Freiheit nicht das Gegenteil von Dressur? Allerdings lernte ich, dass die Freiheitsdressur durchaus ein gesetzter Begriff ist, aus der Zirkuswelt stammt und so viel bedeutet, wie ein Pferd „mit leisen Tönen und leichten Signalen frei dirigieren“. Klingt ja doch eher nach Freiheit als nach Drill. Eine der Koryphäen auf dem Gebiet war der 2003 verstorbene Fredy Knie senior von der gleichnamigen Schweizer Zirkusdynastie. Er arbeitete mit Wissenschaftlern und Tierverhaltensforschern zusammen, um seine Pferdedressur zu verbessern. Fredy Junior führte die Arbeit seines Vaters fort und zählt zu den führenden Experten der Pferdedressur. Sein Leitsatz gefällt mir: „Die Pferde sollen dürfen, nicht müssen“. Ähnlich sieht das die Pferdetrainerin und Reiterin Kenzie Dyslie, die – sollte sie eines Tages nicht mehr mit Pferden arbeiten wollen – aus meiner Sicht auch als Poetin eine gute Figur machen würde. „Wenn ich ohne Sattel und Zaumzeug auf dem Rücken meines Pferdes sitze und mit ihm durch die Landschaft fliege, dann verspüre ich eine absolute Einheit und innere Verbundenheit mit diesem wundervollen Wesen, das in mir ein unglaubliches Glücksgefühl auslöst. Pure Lebensfreude pulsiert durch meinen Körper, und ich fühle jede einzelne Bewegung und jeden Muskel meines Pferdes, als wäre es mein eigener. Es ist, als ob wir zu einem Wesen verschmelzen und zusammen fliegen könnten – frei und doch verbunden, ohne irgendwelche Hilfsmittel oder Begrenzungen.“

Wir haben das gleich mal ausprobiert, zumindest ohne Sattel. Hat super geklappt 😉

Bis bald!

Eure Stine

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