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Als Herdenchefin will ich heute einmal etwas übers Impfen erzählen.

Mit dem Impfen ist das so eine Sache. Während Hunde- und Katzenbesitzer in der Regel brav machen, was Ihnen der Tierarzt rät, sieht es bei Pferdebesitzern und Müttern  ganz anders aus. Da hat jeder seine eigene Meinung. Die einen sind dafür, die anderen verteufeln Impfungen. Da ist einer schlauer als der andere und es gibt tausend verschiedene Meinungen und Ratschläge. Ich persönlich lasse Kind und Pferd immer so impfen, wie es mir der entsprechende Arzt rät. Denn im Gegensatz zu mir haben diese Leute Medizin studiert und sich auf ihr Fach spezialisiert.

Durch meine pferdebezogene Ausbildung bringe ich allerdings auch etwas Erfahrung mit. Aus meiner Sicht sind daher folgende Impfungen für uns Pflicht: Tetanus, Tollwut, Influenza und Herpes. Und warum?

  • Dass Pferde einen Tetanusschutz brauchen, ist wohl jedem klar. Alles andere sollte man mit seinem Tierarzt besprechen.
  • Da wir direkt am Wald wohnen, bekommen unsere Pferde noch zusätzlich eine Tollwutimpfung. Füchse und Fledermäuse könnten immer mit dem Virus infiziert sein. Wie es sich mit Wölfen und Tollwut verhält, weiß ich nicht. Da wir aber in einem Wolfsgebiet wohnen, kann es nicht schaden, geimpft zu sein. Dabei geht es weniger um Übergriffe, sondern um die Übertragung durch Speichel z.B. über das Gras beim täglichen Weidegang.
  • Bei Sportpferden ist eine halbjährliche Influenzaimpfung Pflicht. Doch auch als Hobbyreiter würde ich meinen Liebling impfen, gerade wenn im Stall reger Durchgangsverkehr herrscht. Nicht alle Stallbetreiber verlangen einen Blick in den Pass. Da ist es gut, geschützt zu sein.
  • Da Caro und Dorick häufiger mal unterwegs sind und auch auswärts schlafen, haben wir uns nach Absprache mit dem Tierarzt auch für eine Herpesimpfung entschieden. Hierbei muss das Pferd ebenfalls halbjährlich geimpft werden.

Theorie vs. Praxis

Soweit die Theorie. Wir haben den Praxischeck bereits hinter uns und dabei so unsere Erfahrungen gemacht. Um es für uns etwas leichter zu machen, haben wir die Impfung für Influenza und Herpes zusammengelegt.

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Dorick und Fleur trösten sich nach einer Impfung

Das ging allerdings gründlich nach hinten los! Während Fleuri nach der Impfung wie eine Oma auf die Weide schlich, reagierte Dori mit einer leichten Magenverstimmung. Sind unsere Pferde Weicheier? Der Tierarzt meinte: Ja! Nachdem bei der Herpesimpfung die Grundimmunisierung abgeschlossen war, haben wir uns nun entschlossen, die Impfungen zu trennen. Die Hoffnung ist, dass es für unsere Sensibelchen dann nicht so eine Keule ist und sie es besser verkraften.

So trabt nun also vierteljährlich der Tierarzt bei uns auf den Hof. Klappt tadellos, wir müssen aber immer auf der Hut sein, keinen Termin zu verpennen. Seitdem wir das so aufteilen, haben wir keine Probleme mehr. Wie wir später erfahren haben, reagierten zu dem Zeitpunkt einige Pferde empfindlich auf die Herpesimpfung. Vielleicht lag es am Impfstoff?!

Letztendlich muss jeder Pferdebesitzer für sich selbst entscheiden, welche Impfung er für notwendig oder für überflüssig hält. Aber wie bereits erwähnt: Hier gehen die Meinungen auseinander… Unsere beiden „pferdischen Experten“ haben nun auf jeden Fall einen guten Impfschutz gegen Tollwut, Tetanus, Influenza und Herpes.

Viele Grüße

Dörte

1 Comment
  1. […] stand unser halbjährlicher Impftermin wieder an. Nichts Besonderes, nur Influenza. Da Caro für ein paar Tage beruflich unterwegs war, […]

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