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Wie ein Stück Gold im Ozean

 Gibt es in Deinem Leben einen Reiter, der Dich inspiriert oder bei dem Du Dich gerne bedanken würdest?

„JA!“

Das war die eindeutige Antwort von Astrid, 32 Jahre alt, aus Salzburg in Österreich. Ihre Freundin Barbara habe zwar kein eigenes Pferd, aber: „Sie kümmert sich um meins, als wäre es ihres! Solche Reitbeteiligungen sind so selten, wie ein Stück Gold im Ozean!“ Ihre Freundschaft haben die beiden Frauen Monty zu verdanken. Der Isländerwallach ist etwa 24 Jahre alt und wird liebevoll „der Professor“ genannt, weil er laut seiner Besitzerin Astrid der beste Reitlehrer der Welt ist. „Ich dachte eigentlich immer, ich hätte Ahnung von Pferden“, berichtet Astrid, „aber Monty hat mir soviel beigebracht. Dafür werde ich ihm ewig dankbar sein!“

Die Freundschaft von Astrid und Barbara begann vor etwas mehr als einem Jahr, als Astrid berufsbedingt nicht ausreichend Zeit für ihren Monty hatte. „Er benötigt viel Aufmerksamkeit, denn er leidet an EMS, einer Stoffwechselkrankheit, die die Ernährung recht kompliziert macht: Er nimmt schon zu, wenn er Futter nur sieht. Ausreichende Bewegung und Gymnastizieren ist daher das A und O.“ Da Astrid viel arbeitet, suchte sie damals über einen Aushang eine Reitbeteiligung. Barbara rief sie an – und der Rest ist, wie man so schön sagt, Geschichte: „Wir haben uns sofort gut verstanden, also kam sie zum Probereiten. Mir und auch meinem Monty gefiel ihre ruhige Art, Geduld, Besonnenheit und Erfahrung.“

„Ich habe oft wegen Monty geweint. Aber ich wusste, er hat ein gutes Herz!“

Diese Kombination ist bei Monty besonders wichtig, denn bevor er 2012 zu Astrid kam, lebte er in ungünstigen Verhältnissen in Bayern. „Er war ziemlich krank, hatte Arthrose und Spat“, blickt Astrid zurück, „außerdem war er sehr aggressiv. Er stand dort 23 Stunden am Tag in der Box und eine Stunde wurde er von untalentierten Kindern geritten. Monty brauchte daher unbedingt Personen, denen er voll vertrauen kann. Das war ein hartes Stück Arbeit! Ich habe so oft wegen ihm geweint – aber verkauft hätte ich ihn niemals! Denn er hat ein gutes Herz. Er mag Menschen und Tiere, aber wenn man ihn enttäuscht, hat man es anschließend schwer. Es hat lange gedauert, sein Vertrauen zu gewinnen.“

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Monty spielt Fußball

Barbara hat Astrid mit ihrer Erfahrung zur Seite gestanden und sich nie entmutigen lassen. Selbst ein schwerer Sturz im vergangenen Jahr hat Barbara nicht entmutigt – im Gegenteil: „Sie ist bei uns geblieben und hat mit Monty an seiner Gelassenheit gearbeitet“, berichtet Astrid. „Heute reiten die beiden gemütlich aus. Sie ist für mich unersetzlich, ein Fels in der Brandung, wenn ich unsicher bin.“ Gemeinsam haben es die beiden geschafft, dass Monty auch wieder Spaß am Reitunterricht mit Kindern hat und sein sanftmütigen Wesen zeigen kann: Zurzeit lernen zwei Mädels von 8 und 13 Jahren auf ihm reiten.

 

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Monty, der Professor beim Unterricht

Gezicke und Lästereien im Stall? Nein, Danke!

Was für die beiden Frauen am Schönsten am Zusammensein mit dem Pferd ist? Die Seele baumeln zu lassen. „Ich gehe gern mit Monty in der Natur spazieren“, sagt Astrid. Wichtig ist ihr außerdem eine gute Atmosphäre im Stall: „Bei uns im Stall sind wir altersmäßig bunt gemischt, aber alle sind sehr lieb. Das ist total wichtig! Wenn nur Zickenkrieg herrschen würde, würde ich mich nicht wohlfühlen. Und das überträgt sich irgendwann aufs Pferd.“ Ein richtig guter Reiter ist für sie jemand, der sich stetig weiterbildet, Unterricht nimmt, das Pferd als Partner sieht und Kompromisse mit dem Pferd eingeht. Gemeinsam etwas zu erreichen heißt für sie nicht, möglichst viele Turniere zu gewinnen, sondern mit dem Pferd etwas zu erarbeiten, wie im Montys Falle sein Vertrauen in die Menschen wiederherzustellen. „Ich würde mich selbst daher eher als Pferdemenschen bezeichnen und weniger als Reiterin“, schmunzelt Astrid.

Gesucht und gefunden!

Und was sagt Barbara zu all dem Lob? „Durch die Reitbeteilung bei Astrid und Monty habe ich sehr wertvolle Erfahrungen gemacht und einen netten, kleinen Offenstall mit tollen Pferden und Pferdemenschen in mein Leben gelassen. Eine gute Stallgemeinschaft und die gegenseitige Unterstützung ermöglichen mir immer wieder wunderschöne Momenten mit den Pferden.“ Klingt, als hätten sich da drei gesucht und gefunden!

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Monty, der Allrounder

Das war die Geschichte von Monty und Astrid. Wenn Du auch eine „Mutmachgeschichte“ hast, dann schrieb uns.

4 Comments
  1. Astrid 2 Jahren ago

    Küsschen von Monty, Babsi und mir!

  2. Tas Mate 2 Jahren ago

    Hey Ihr Lieben.
    So eine tolle Story. Vor allem, da ich Astrid schon lange kenne, wenn auch nur über Facebook. Und habe immer mitgezittert . Ich freue mich sehr, dass ihr hier nun zu lesen seid.

    • Stine 2 Jahren ago

      Wir freuen uns, dass wir ihre Geschichte erzählen durften – und sind gespannt auf die, die noch kommen werden 🙂

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